unterschiedliche Bildwinkel


Hallo Ihr lieben CopyPasteLove Leser.
Ich habe überlegt, bei meinem ersten Post über unterschiedlichen Bildwinkel zu schreiben.
Als ich damals mit wahrscheinlich 12 Jahren oder so, zum ersten Mal so ein Objektiv gesehen habe, konnte ich mir nicht vorstellen, für was die ganzen Zahlen auf dem Objektiv stehen.
Eigentlich habe ich damals auch immer fotografiert ohne mir Gedanken darüber zu machen.
Letztendlich ist es aber doch ganz gut zu wissen, ab welchen Wert man ein Weitwinkel.- oder Teleobjektiv in der Hand hält.



Der Bildwinkel bestimmt wieviel vom Motiv (und wie groß dieses Motiv) später auf dem Bild erscheint.
Man fotografiert quasi einen Ausschnitt aus der Umwelt und bestimmt mithilfe von Brennweiten, wieviel aus der Umwelt in dem Bild aufgenommen wird.
Dazu gibt es verschiedene Objektive mit unterschiedlichen Brennweiten (kleine Brennweiten / Weitwinkelobjektive und große Brennweiten / Teleobjektive).

Um das Ganze mal anschaulich zu machen, habe ich ein paar Brennweiten ausprobiert und damit ein Bildmotiv fotografiert. Der Standpunkt ist bei allen Bildern gleich, nur der Ausschnitt variiert etwas, da ich nicht mit einem Stativ fotografiert habe.

18mm Ultraweitwinkel 93°

  

35mm Weitwinkel 64°


Weitwinkelobjektive haben den Vorteil, dass man beispielsweise in einem beengten Raum mehr vom Motiv aufnehmen kann, als mit einem Normalobjektiv. Hier gibt es aber auch einen Nachteil. Umso kleiner die Brennweite wird, umso mehr kommt es zu größeren Verzerrungen im Bild
(wie z.B. bei Fish-Eye-Aufnahmen). Noch dazu gibt es noch weitere Auswirkungen auf das Bild.
Bei Weitwinkelaufnahmen ist der Schärfebereich sehr ausgedehnt (es gibt eine große Schärfentiefe).


 

50mm Normal 45°

Die Normalbrennweite liegt im Kleinformat bei 40-50mm. Das entspricht in etwa dem was das menschliche Auge sehen kann. 

Kurzinfo: Chip- bzw. Sensorgröße bestimmt die Normalbrennweite
Die Normalbrennweite entspricht dann der Diagonale des Aufnahmesensors in der Kamera.Das ist z.B. in der Analogfotografie der Film der eingelegt ist und in der digitalen Fotografie der CCD-Chip / Sensor.
Also beim Kleinbild (36mm x 24mm) ist die Normalbrennweite bei 40-50mm. 
Bei anderen Kameras wie z.B. bei einer Kompaktkamera oder der Kamera eines Smartphones ist der Sensor kleiner ( 6mm x 4mm) dann ist die Normalbrennweite bei 12mm. 
Bild CCD-Chip (Quelle: google) 
Aber ich glaube das geht jetzt etwas zu weit und der Sensor kann in einem anderen Post nochmal genauer beschrieben werden. 


 

100mm leichtes Tele 28°

 

135mm Tele 18°

Teleobjektive und große Brennweiten sind wie Ferngläser. Sie holen entfernte Objekte näher heran. Dafür ist aber der Bildwinkel und der Bildausschnitt viel kleiner. Im Gegensatz zu Weitwinkelobjektiven engen Teleobjektive den Schärfebreich ziemlich ein. Und der Hintergrund wird unscharf. 


200mm Tele 12°

Es gibt auf dem Markt viele unterschiedliche Objektive und noch einige die noch mehr verschiedene Bildwinkel einfangen können. Um diese alle mal zu veranschaulichen, könnte man mal einen extra Post machen. 
Bei diesem Post habe ich mit einem Zoomobjektiv 18mm-135mm und einem Teleobjektiv 55mm-250mm von Canon gearbeitet. Es sind übrigens Richtungswerte unter den Bildern d.h. sie können bei anderen Objektiven und Einstellungen ähnliche Werte betragen, aber halt nicht exakt die selben.

Wenn ihr bis hierher gelesen habt dann hoffe ich, dass ich euch das einigermaßen einfach erklären konnte und das der Post euch gefällt. =)

Grüße Michi

3 3 Kommentare

  1. "Im Gegensatz zu Weitwinkelobjektiven engen Teleobjektive den Schärfebreich ziemlich ein. Und der Hintergrund wird unscharf."

    Im Prinzip richtig, allerdings kann man dem mit kleinerer Blende bzw. großer Blendenzahl entgegenwirken.

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  2. Eine sehr interessante Aufklärung :)
    Ich bin so zirka im alter wo man nicht über so etwas nachdenkt... Aber wieso genau benutzt man objektive, dafür gibt es doch einen zoom?

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    1. Ja genau das habe ich gemacht. Ich habe mit meinem Objektiv (Teleobjektiv) gezoomt. Mit dem Objektiv konnte ich dann noch weiter heranzoomen, als mit dem "normalen" Objektiv.

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